1. Rheinischer Fluidday NACHLESE von Georg W. Eschenbach
(wk) Fluid Film Informationstag im Autohaus Grossjung am 29.10.2005
Heinrich Grossjung hatte mir freundlicherweise am 29.10.2005 seine Werkstatt zur Verfügung gestellt, damit ich die Konservierung von Fahrzeugen mit geeigneten Mitteln demonstrieren konnte.
Der " 1. Rheinische Fluidday" war als "Technik Fete für alle Freunde von Young- und Oldtimern" geplant, so wunderte es nicht, dass nicht nur 107er Freunde, sondern auch Besitzer von "Nicht-Sternfahrzeugen" zur Info-Veranstaltung gekommen waren.
Mit Kaffee und belegten Brötchen gestärkt konnten sich die Interessenten zunächst anhand eines Videos über die Anwendung der Produktreihe Fluid Film informieren. Die CD kann übrigens von Interessierten bei mir gegen Versandkostenanteil angefordert werden.
Nach der Videovorführung nahm sich Heinrich Großjung die Zeit, am Beamer die Werksvorschriften zur Hohlraumkonservierung gemäss Werkstatt-CD an vorzuführen und zu erläutern. In den Werksunterlagen
findet man genau Hinweise, wo z.B. zusätzliche Löcher gebohrt werden sollen, und wo Unterboden und Hohlräume behandelt und nachbehandelt werden sollen.
Danach "ging es ans Eingemachte":
Auf zwei Bühnen wurde an zwei Fahrzeugen vorgeführt, wie ein witschaftlich vernünftiger Korrosionsschutz durchgeführt wird. An einem 107er, an dem zuvor Türverkleidungen, Schwellerverkleidungen, sowie Lüftungsgitter und Verdeckkastenverkleidungen entfernt waren (um besser an die versteckten Hohlräume zu gelangen), zeigte Marc Großjung, wie man Hohlräume und Unterboden/Radkästen mit Fluid Film Liquid- A und NAS behandelt. Vor und nach der Hohlraumbehandlung hatten die Besucher die Möglichkeit, per Endoskop einen Blick in die Hohlräume zu werfen.
An einem Mitsubishi L300 konnte man den Zustand des Fahrzeuges nach einer Komplettbehandlung betrachten und sehen, wie Fluid Film vorhandenen Rostbefall unterkriecht/penetriert und den Rost im aktuellen Stadium stoppt, also konserviert.
Natürlich kann man mit Rostschutzmassnahmen keine Durchrostungen reparieren, es geht beim Korrosionsschutz darum, eventuellen Rostbefall zu stoppen, weiteren Rostbefall zu verhindern und gesundes Material vor Korrosion zu schützen.
Die umfangreiche Palette von Fluid Film macht es dem Rost schwer, an unseren geliebten Schätzchen weiter sein Unwesen zu treiben.
Mit dem wässrigen Liquid A erreicht man jede noch so kleine Ritze, mit dem zähflüssigen NAS kann man mit Spritzpistole oder Rolle/Pinsel das zu schützende Material gut beschichten. Mit Liquid-A und NAS (das übrigens miteinander gemischt werden kann) wird der vorhandene Bitumen/Teer/Pech Unterbodenschutz aufgeweicht/plastifiziert und Risse/Versprödungen werden geschlossen, evtl. vorhandener Rostbefall wird penetriert und das Metall vor weiterer Korrosion geschützt.
Unterboden und Radhäuser können zusätzlich mit PermaFilm beschichtet werden, die behandelten Flächen werden so mit einer wachsartigen Beschichtung überzogen, die unter einem grossen Temperaturbereich immer elastisch bleibt. Aufgetragen wird entweder mit Druckbecherpistole oder mit Pinsel/Lammfellrolle.
Das Material muss übrigens nicht erhitzt werden und kann bei normaler Raumtemperatur verarbeitet werden, selbst Atemschutzmasken o.ä. sind nicht vonnöten.
Das es sich bei den Fluid Film Produkten um Lösungsmittelfreie natürliche Produkte aus Lanolin (Schafswollwachs) handelt, wird auch dem Umweltschutz Genüge getan, die Fahrzeuge werden nicht mit mineralölhaltigen oder synthetischen Fetten behandelt,
die die Umwelt belasten. Da das Material lösungsmittelfrei ist, kann es auch nicht ausdünsten/verhärten/verspröden wie Bitumen oder Polyvinylprodukte, sondern bleibt immer flüssig/pastös und behält seine Penetrations- und Kriechfähigkeit.
Fluid Film kommt aus der Seefahrt und wird dort zum Korrosionsschutz von Seewasser-Ballasttanks eingesetzt, dort wird das Metall seit Jahrzehnten erfolgreich vor Salzwasser geschützt. Eine höhere Beanspruchung als bei unseren Fahrzeugen je passieren wird!
Der "1.Rheinische Fluidday" war für alle Besucher eine interessante Informationsveranstaltung, es wurde viele Erfahrungen (nicht nur über Rostschutz) ausgetauscht.
Kaffee, Brötchen, Limo, Bockwurst etc. wurden gerne verspeist, am späten Nachmittag fuhren alle mit neuen Erkenntnissen und vielen Informationen nach Hause.
Für die Zukunft ist im Hause Großjung der "Rheinische Fluid Day" als feste Institution geplant, wahrscheinlich in 2- oder 3-monatigem Abstand. Dann wird man anbieten,
Kundenfahrzeuge "in Serie" mit Fluid Film zu fluten, gepaart mit informativen Vorführungen und natürlich "Speis und Trank".
Georg W. Eschenbach
Text: GWE/Fotos: GWE