Die Gründerin der 107SL-Freunde hat wieder einen SL

  • Ich war kurz in der Waschstraße, habe vorher 10 Liter Super 95 E10 reingefült, noch eine Flasche Systemreiniger dazu, den mir die Werkstatt geschenkt hatte und eine kleine Runde gedreht. Der Motor läuft schon sehr viel weniger nüssig als ganz am Anfang, aber noch lange nicht perfekt:



    Als nächstes lasse ich den Mengenteiler ausbauen und vom Koller überholen.


    LG

    Julia

  • Hi,


    ich gehe mal davon aus dass der Luftfiltereinsatz sauber ist und die Motorentlüftung kein Öl ausspuckt?

    Einige, wobei ich an mindestens 50 Kilometer denke, flott, ruhig mal 160Km/h und drüber, über eine Autobahn zu fahren*, hast du auch mal gemacht? Die großen Motoren werden sehr wenig beansprucht, da setzt sich schon mal etwas zu. Einspritzdüsen, Ventile, Krümmer, Lambda Sonde**, Kat.....

    Wenn du es machen solltest, vorher ÖL prüfen ob es nach Benzin riecht, wenn ja, kann der Öl Pegel merkbar sinken wenn der Motor ordentlich Hitze bekommt.

    *Ist für mich der einzige Grund mit dem V8 mal über eine Autobahn zu fahren.

    **ein verdreckter oder defekter Kat kann einen schäbbigen Motorlauf verursachen.


    Was E10 angeht kann jeder machen wie er möchte, in der SZ wird sogar behauptet es sei gut für den Motor aber hier ist eine Auflistung.

    Im Jeep und im Opel fahren wir es jede zweite Füllung auch, verteufle es also nicht.


    Verwendbarkeit von E10 Kraftstoff - Mercedes-Benz Oldtimer-Ticker


    Gruß

    Willy

  • Moin WIlly!


    Ja, der Luftfiltereinsatz ist sauber und natürlich kommt kein Öl in flüssiger Form aus der Motorentlüftung, nur die üblichen notwendigen Gase. 160 kann man in .at nicht legal fahren, daher habe ich das noch nicht gemacht, aber auf der Fahrt nach Linz um das Hardtop zu holen war ich wenigstens mit 130 unterwegs, da hatte der Motor aber noch die alten Zündkabel und das war noch vor dem Werkstattbesuch. Ich überlege sehr ernsthaft die Kohle zu investieren und die nächste Fahrt nach Nürnberg mit dem SL zu machen, um eben auch mal auf deutscher Seite etwas zügiger fahren zu können. Damit alles mal wieder richtig freigefahren werden kann. :)


    E10 ist kein Problem für den M117.968, das ist explizit freigegeben, da mache ich mir Null Sorgen.


    Der M116.968 hat eine Kühlung für den Sprit gegen Blasenbildung wenn es schön warm wird. Wir haben hier im Sommer inzwischen Temperaturen wie in den 1980ern in Kalifornien und darum bin ich sehr froh, daß die Klimaanlage wieder funktioniert.


    LG

    Julia

  • Hi Julia,


    der 560 ist recht lang übersetzt, den kannst du auch eine Weile in der 3. Stufe fahren, da bekommt er mehr Hitze, nimmt sich natürlich auch mehr Sprit.


    Nach dem Filter habe ich gefragt weil ich so meine Erfahrungen mit Werkstätten habe.

    Die letzten Beispiele, .... bei der Suzuki wurde zweimal von einer Fachwerkstatt kostenpflichtig bestätigt, dass die Leistungs- Reduzierung ausgebaut sei. Nun, ausgebaut habe ich sie einige Wochen nach dem kauf der Kiste.

    Der Luftfiltereinsatz zerbröselte in meinen Händen, trotz der Inspektion einige Monate vorher.

    Diese Woche habe ich beim Roller einen Ölwechsel gemacht, die Ablassschraube bekam ich nur mit Knarre und Verlängerung los. Weil wohl kein 0-Ring zur Hand war, hat man die Schraube derart an geknallt, dass sie auch ohne dicht war.

    Der Jeep hatte kurz vor dem Kauf einen Getriebeölwechsel in einer Fachwerkstatt erhalten, Öl, Dichtung und Filter waren in der Rechnung aufgeführt. Als wir nach der ersten Fahrt in NL ankamen, musste ich eine Auffangschale unter das Getriebe stellen.

    Wieder daheim habe ich die Wanne abgenommen, Öl trübe statt klar und die Dichtung wahrscheinlich noch das Originalteil.

    Der SL war auch werkstattgepflegt, was da alles war weiß ich leider nicht mehr.

    Ein Bekannter kam mit seinem 107 hier vorbei ob ich mal gucken könne und auch wenn ich nicht an fremden Fahrzeugen arbeite, habe ich mal den großen Deckel abgenommen und konnte den Luftfiltereisatz stückchenweise herausnehmen, die Reste dann mit einem Sauger entfernen. Der Karren war vorher auch in einer Werkstatt zur Inspektion.


    Dies nur einige Dinge meiner Erfahrung mit Werkstätten. Waren aber stets von den Vorbesitzern veranlasst, ich mache ja, außer beim Opel und Sachen wie Klima auffüllen, selbst. Nach der letzten Inspektion habe ich den Opel angeholt und nach zwei Kilometern dampfte er wie eine alte BR44. Den angeblich rissigen Ausgleichsbehälter für Kühlwasser haben sie getauscht aber den alten Deckel (11€) weiter verwendet und der war dann angeblich kaputt. Bis zum Werkstattbesuch machte der Wagen aber keinerlei Probleme.


    Also, auch wenn wirklich nur einige Werkstätten schludderich arbeiten, "Selbst sind die Besitzenden* und prüfen was sie prüfen können".

    (*Ich hoffe mich genderisch richtig ausgedrückt zu haben ;) )




    Gruß

    Willy

  • Moin Willy!

    er 560 ist recht lang übersetzt, den kannst du auch eine Weile in der 3. Stufe fahren

    Der 560er hat die gleiche Endübersetzung wie der 420er, das ist mir persönlich viel zu kurz und ich war schon am Überlegen, ob ich das ändere wie beim Granada. Der hat auch die längste Übersetzung bekommen, die es damals bei Ford für den 2,8er und 3,0l-V6 gab (1:2.45), In Verbindung mit dem Overdrive der Automatik ist das richtig schön sparsam. Aber egal, der SL bleibt wie er ist, so schaltet der wenigstens auch im Stadtverkehr schon so weit runter, daß er mit gut 1000 Touren bei 50 dahingleitet, das ist völlig in Ordnung und oft werde ich den nicht auf der Autobahn fahren.


    Ja, von Werkstattgeschichten könnte ich auch ezählen, aber so krass war es bei mir dann doch nie. Den Luftfiltereinsatz hatte ich übrigens selbst als allererstes schon am Tag des Kaufs überprüft. Und apropos Motorentlüftung: dieses Rohr ist mit den Jahrzehnten doch etwas steif geworden und hat sich verkürzt, das werde ich zusammen mit ein paar anderen luftführenden Gummirohren im Motorraum ersetzen. Genauso wie die Moosgummi (?) Ummantelung des Benzinwärmetauschers im Klimaanlagenkreislauf.

    LG

    Julia

  • Guten Morgen,


    dass du nachschaust hatte ich mir schon gedacht aber fragen kost nichts und erinnert manchmal an Dinge die man gar nicht auf den Zettel hat.


    Die Übersetzung, ja darüber habe ich bei meinem auch nachgedacht als ich das erste mal einen 500SL nach 1982er Baujahr fuhr. Der Unterschied ist enorm, 2.72 zu 2.24. Heißt, dass der Wagen bei 1000U/min in der 4. Gangstufe 43,5 bzw. 54 Km erreicht, der Motor also knapp 2300 bzw. 1850U/min bei 100 Km/h dreht.


    Ein Antrieb stand bereits zur Verfügung, ein anderer Tacho auch, aber dann fuhr ich einen der lang übersetzten Wagen und fand den Unterschied gar nicht so extrem, weil der V8 ja kaum vernehmbar sein Werk tut. Irgendwann sind wir an die Nordsee gefahren und siehe da, auch der Verbrauch gab keinen Anlass da tätig zu werden. Hier war es ein 500er Mopf als Vergleich, der zugegebener Maßen etwas hektischer bewegt wurde als unser Wagen, auch wenn wir stets die selben Strecken fuhren.

    Positiv ist dass der kurz übersetzte 500 sehr viel spontaner los legt wenn er es mal soll, beim Überholen auf der Landstraße meist nicht einmal runter schaltet. Nie vergessen werde ich die Fahrt mit einem in meinem Wagen beisitzendem Clubfreund der einen 560 sein eigen nannte. Auf einem Zubringer, (vierspurig wie Autobahn) trat ich durch und er war ganz baff, wie schnell der Zeiger des Tachos die 200 erreichte.

    Aber es ist alles lange her und heute ist ein Kleinwagen mit seinem kleinen Turbomotor kaum langsamer als der alte 107 mit seinem dicken V8, spielt auch überhaupt keine Rolle, sehr viel schöner fährt sich der dicke Motor auf jeden Fall.


    Bei Motorrädern bin ich ein Freund langer, manchmal auch zu langer Übersetzungen weil die einfach mehr Laufruhe bringen. Meine 600er BMW hat die Übersetzung einer 1000er, die Honda hinten vier Zähne weniger und die 125er MZ das größere Ritzel der 150er. Die erreichbaren Höchstgeschwindigkeiten sind geringer geworden aber da ich es in der Regel bei 120 bewenden lasse, meist nur um die 80Km/h fahre, passt es gut.


    Gruß

    Willy

  • Gerade hat mein Schrauber einen 560er in original US-Design in seiner Obhut. Hatte ein älterer Herr gefahren. Nachdem er viele 1000e Euros invesstiert hatte und die Kiste dennoch nicht sauber führ, hat er den Wagen an einen jungen KErl verkauft. Der geht jetzt systemaitsch vor und hat meinen Schrauber gefunden, der sich nach den vielen JAhren mit meinem SL recht gut mit dem auskennt.
    Bemerkenswert: Das Getriebe se ein neues, sagte der ältere Vorbesitzer. Rechnung liegt vor. Er hätte es zur Einstellung auch nach der Reparatur nochmal hingebracht. Die Werkstatt meinte, es wäre alles in Ordnung. Der este Test: Getriebeöl. Korrekt bei gut warmgefahrenem Fahrzeug: Es fehlten 1,5 Liter!! NMächster Check: Alle Unterdruckleitungen. Zumindest eine war porös, eine andere nur locker aufgesteckt, das Ende eingerissen ....

    Nun schaltet der Wagenzwar besser, allerdings auch nur unwillig von Stufe 2 in Stufe 3. Haben die durch die falsche Behandlöung bereits ein Bremsband verschlissen? Oder wurde vielleicht ga kein neues Getriebe eingebaut? Muss man nun öffnen und reinschauen. Der junge Kunde hat sich eifrig belesen ( er will ja möglichst alles verstehen, will den als dayly driver nutzen) und hat einen Druckstift mit verstärkten Federn vom Freundlichen besorgt. Ob das hilft? Schau mer ma.


    Auch sei eine umfassende Inspektion im letzten Jahr erfolgt. Mit neuen Zündkerzen. Komisch, dass der Kerzenstecker von Zylinder 5 (ist noch nicht mal der am Ende hinten) zerbrochen ist, das Zündkabel leicht lösbar am Kerzenstecker hing ......


    Wie Willy bereits schrieb: Werkstätten gibt es, gute vielleicht nicht mehr so oft ...


    Wenn ich sehe, für welches Geld solche Geräte über den Tresen verkauft werden (20' hat er bezahlt). Schlecht nachlackiert, Holfverkleidungen gerissen oder ganz weg, billige Sitzbezüge übergestülpt, Armaturenbrett stümperhaft notdürftig geklebt, Klima-Lüfter vorne nicht richtig fixiert, dadurch schliff der Lüfter an den Streben (muss ersetzt werden), Visko-Lüfter hat das Gehäuse um ihn herum bereits zerfleddert ....Und ich dachte schon, ich hätte meinen mit 32' teuer verkauft .... Wenn ich so etwas sehe, vielleicht eher zu billig... Und der junge Käufer hat mindestesn 1 Jahr gesucht. Dabei nur viel sauteure Grotten gefunden: Schweller durchgerostet, Lack schick übergeduscht und poliert, zum erneut reduzierten sehr günstigen Preis von 48'!!! Und ähnliche Phantasievorstellungen ....


    Allerdings in gute Schrauberhände gegeben sollten die Probleme gelöst werden. Leider, ich schrieb es. Gibt es immer mal wieder was Neues, was zu tun ist. Deswegen hatte ich zum Schluss etwas die Muße verloren. Wollte ich doch eher nur genießen und weniger Schrauben ...

  • Moin Hartmut!


    20k scheint eine Art magische Grenze nach unten zu sein, darunter ist eigentlich nichts zu bekommen. Ich hatte nicht besonders intensiv gesucht, aber natürlich war auch mir ncht entgangen, daß man weniger Qualität auch für den doppelten Preis angeboten bekommt. In der Sternzeit ist es ja auch schon Thema gewesen, offenbar verändert sich was bei der Oldtimerklientel ganz allgemein, aber das ist ein anderes Thema. So Bastelbuden wie die von der Du berichtest waren mir bei der Suche auch untergekommen, von daher bin ich gar nicht so unglücklich mit einer total unverbastelten Karre wie meiner, die einfach nur jahrelang stehengelassen worden war.


    Apropos Werktätten: das Vertrauensverhältnis zu meiner Werkstatt hat gestern nachmittag einen Riß bekommen. Auf der Suche nach Falschluftt hatten sie das Klimabedienteil abgebaut. Ich verstehe noch immer nicht, was das gebracht haben könnte, aber egal. Sie haben es geschafft, eine der Schrauben zu verschlampen, mit denen der Rahmen vom Aschenbecher angeschraubt ist jund durch eine schwarze Schraube mit einem riesigen Torx-Kopf ersetzt. Das kriegen die schon nochmal zu hören, daß ich sowas gar nicht goutiere.


    Ich war nur mal wieder selbst am Klimabedienteil, weil ich zwei Birnchen austauschen wollte, die ich schon vor dem Werkstattaufenthalt bestellt hatte. Jetzt leuchtet da wieder alles wunderbar, aber die falsche Schraube kann ich nicht mehr ungesehen machen, die ist jedesmal in meinem Kopf, wenn ich auf den Aschenbecher schaue.


    LG

    Julia

  • Moin,


    da die meisten 107, auch die von denen der Besitzer einen Zustand 2 annimmt, in Wirklichkeit mehr oder weniger gute Dreier sind, hier mal die Preise aus der letzten Auto Bild Klassik.

    SL

    280: 17200€

    300: 23900

    350: 15800

    380: 17900

    420: 22600

    450: 17400

    500: 21900 /Vormopf

    SLC

    280: 12100

    350: 11500

    380: 15000

    450: 13300 /5.0 nicht gelistet

    500: 22900


    Alle 107 haben den Pfeil welcher die Preisprognose zeigt, nach unten geneigt.

    Markenübergreifend, so auf den schnellen Blick, etwa 90% aller Oldtimer ebenso. Die Sache mit den Wertsteigerungen hat sich für die Masse der Fahrzeuge also erledigt.


    Für mich nie ein Kaufgrund, sondern nicht mehr als eine erfreuliche Begleiterscheinung, wenn sich ein Wert hält oder sogar steigert. Sehe es daher sehr gelassen.

    Bei vielen Motorrädern sehr ähnlich, die Preise, einige spezielle Modelle und Marken mal ausgenommen, völlig platt.


    Die Schraube wird irgendwo unten im Auto liegen, mit etwas Glück zwischen den Sitzen oder irgendwo auf dem Boden.


    Gruß

    Willy

  • Moin Willy!


    Ich hatte noch keine Muße, die Sitze oder whatever notwendig ist, auszubauen um nach der Schraube zu suchen. Das ist eine gelbverzinkte Standardschraube, da werde ich sicher irgendwo Ersatz finden.


    Stattdessen habe ich den rechten Außenspiegel abgemacht und mal versucht, die darunter verborgene Eloxalschicht aufzupolieren. Leider waren wohl zwei Bereiche direkt vor dem Spiegel besonders kaputt und da ist dann tatsächlich die Beschichtung kaputtgegangen und das darunterliegende Stahlblech zum Vorschein gekommen. Da sieht man zum einen den ausgefransten Rand und zum anderen wird das innerhalb kürzester Zeit wieder anlaufen, ich vermute mal in Richtung schwarz. Ärgerlich, aber so bin ich mir inzwischen sicher, daß ich beim Rest der Zierleisten bisher vosichtig genug war und nicht das Blech darunter freigelegt habe, den in meinen Putzlappen fand sich auch nie schwarzer Abrieb wieder. Ganz im Gegensazu zu der freigelegten Stelle.


    Vorher mit der nahezu unversehrten Leiste direkt im Schatten des Spiegels:



    Nachher poliert, aber mit freigelegtem Blech:


  • Hi,


    ich bin da grad nicht im Bilde welches Material für die Leisten verwendet wurde, üblich ist Alu oder eine Alulegierung. Poliert man die Schicht weg, muss man immer bei bleiben, sonst wird es hässlich.


    Gruß

    Willy

  • Moin Willy!


    Das könnte auch Alu sein, da könntest Du recht haben. Jedenfalls ist das leider nicht verchromt, sondern eloxiert. Ersteres würde IMHO länger halten.


    Zum Glück habe ich einen ganzen Zehnerpack von den Birnchen für die Innenraumbeleuchtung gekauft. Hinter dem Klimaanlagenbedienteil waren zwei Birnchen defekt und auch die für den "Spinnenverteiler" für die Beleuchtung der Schalter für die Heckscheibenheizung und die Innenraumbeleuchtung war kaputt. So sieht das gleich viel besser aus:



    LG

    Julia

  • Hi Julia,


    Alu mit Chromschicht ist, oder war, nie der Bringer. Ich habe viele Aluteile gesehen die ihre Chromschicht teilweise verloren. Bei US Felgen sieht man es ab und an auch. Ob es inzwischen, wo sogar Plastik einen glänzenden Überzug bekommt besser funktioniert weiß ich nicht.

    Die Beleuchtung hat was!

    So ein Radio war in meinem Serie, oder zumindest laut Datenkarte ab Werk eingebaut. Ist irgendwann irgendwie verschütt gegangen.


    Gruß

    Willy

  • Moin Julia, scheint als wolltest du Dir Stück für Stück einen schönen SL machen. Dazu hatte ich nur anfänglich die Muße. Allerdings war auch nicht so viel dafür zu tun, bzw. befand ich den Zustand ordentlich genug.


    Update zum oben beschreibenen Getriebe: Nach öffnen des Gehäusedeckels kam schwarze, nicht angenehm riechende Brühe raus. Das Getriebe war tatsächlich ein neues, allerdings stümperhaft eingbaut. Unterdrucksschläuche nicht angeschlossen, teils angerissene Schläuche einfach locker aufgesteckt, dann 1,5 l zu wenig Getriebeöl. Damit ist der Vorbesitzer wohl länger mit schleifenden Kupplungsbändern unterwegs gewesen und hat dabei für etwas Verbrennung im Getriebe gesorgt ....


    Schau mer ma, ob nach einer Getriebespülung bzw. einem mehrmaligen Wechsel was besser wird.


    Btw: ist das ein Problem, wenn man den Wandler mittels dessen Ablasschraube entleert, dann über das Ölrohr Getriebeöl einfüllt und den Motor startet? Es gibt vereinzelt Aussagen, dass man einen Wandler nie nach Ablassen des Öls in Betrieb nehmen dürfe? Man solle den zuerst mit Öl befüllen? Und wenn das stimmt, wie? Wandler ausbauen?

  • Moin Hartmut,


    ich bin keine Expertin für Automatikgetriebe, aber ich kann mir gut vorstellen, daß es ungesund ist, einen Drehmomentwandler ohne Befüllung mit ATF in Betriebzu nehmen. Mindestens wird er keine Wirkung haben, aber vermutlich können auch Lager und Simmeringe dabei in Mitleidenschaft gezogen werden.


    Grundsätzlich ist es so, daß man die Getriebe 722.(1-5) nicht spülen sollte und auch nicht muß. Die Spülerei hatte sich mit dem 722.6 eingebürgert, das am Wandler keine Ablaßschraube mehr hat und das geht da gar nicht anders. Bei unseren alten 722.3 sorgen die hohen Drücke beim Spülen zusätzlich für Last auf alten Dichtungen, dann werden die Getriebe nach dem Spülen schnell undicht.


    Was mit dem o.g. Getriebe passiert sein könnte, darüber will ich nicht spekulieren. Ganz koscher ist es aber wohl nicht.


    LG

    Julia

  • Hi,


    wurde mal irgendwo diskutiert. Der Wandler soll eine Ablassschraube haben, zu öffnen mit einem 6er Inbus. Man soll das Öl mit wechseln und der Wandler füllt sich dann wieder wenn der Motor läuft.

    Es soll auch vorkommen dass sich der Wandler über die Ruhezeit im Winter leert und dann Getriebeöl in beträchtlicher Menge ausläuft, weil der Pegel im Getriebe zu hoch wird.

    Ist mir noch nicht passiert, ich habe auch das Wandler Öl nicht gewechselt, dafür kürze ich die Abstände der Wechsel. Ich schraube auch die Wanne nicht nochmal an sondern nutze eine Pumpe. Die Wanne war nach 180000Km innen blitzblank, da halte ich es für überflüssig sie abzuschrauben, ist ja auch kein Alltagsauto mit vielen Kilometern bei jeder Verkehrssituation.

    Also lieber nochmal genau nachforschen ob mit oder ohne das Öl im Wandler zu tauschen.


    Gruß

    Willy